Susanne Gorba-Klee

Spezifisches Behandlungsangebot

“Die beste Nutzung der Fantasie ist Kreativität, 
die schlechteste Nutzung ist Angst.”

Deepak Chopra

Im Rahmen meiner langjährigen Tätigkeit als psychologische Psychotherapeutin und Drama- und Theatertherapeutin entwickelte ich gemeinsam mit der Drama- und Theatertherapeutin Kirstin Borchert die Integrative Deliktorientierte Dramatherapie (I/D/D).  

I / D / D 
Integrative Deliktorientierte Dramatherapie 
Ein Therapieprogramm für Gewalt- und Sexualstraftäter 

 

Das Therapieprogramm in 20 Modulen basiert auf Methoden der Dramatherapie und Elementen der Bewegungstherapie. Es integriert psychotherapeutische Methoden aus der Verhaltenstherapie, der Systemischen Therapie und der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie sowie der Straftätertherapie. 

Durch ein individualisiertes, erlebensorientiertes und integratives Vorgehen wird eine effektive rückfallpräventive Behandlung gewährleistet. 

Die Module finden in der Regel einmal monatlich in einer geschlossenen Gruppe über einen Zeitraum von etwa zwei Jahren statt. Im Verlauf der Therapie thematisiert und bearbeitet jeder Teilnehmer seine individuelle Straftatgeschichte.

Körpergefühle, Emotionen und Handlungsimpulse werden den Klienten bei der Körperarbeit, bei Aufstellungen und Rollenspielen unmittelbar zugänglich. Erkenntnisse bewegen sich nicht allein auf der kognitiven Ebene, sondern verbinden sich mit unmittelbaren Erfahrungen im „Hier und Jetzt“. Das Nacherleben, Nachfühlen und Ausdrücken bislang verleugneter oder abgewehrter Inhalte erweisen sich für das Umlernen und für eine Erweiterung bzw. Veränderung des Gefühls- und Verhaltensrepertoires als sehr hilfreich.

Dank der „ästhetischen Distanzierung“ bietet dieses Therapieverfahren einen hohen Grad an Schutz und Sicherheit für die Gruppenteilnehmer, wodurch die Bereitschaft zur Selbstreflexion gefördert wird. Gearbeitet wird im gesamten Behandlungsverlauf der I/D/D sowohl mit biographischem Material wie im Psychodrama und bei Familienaufstellungen als auch mit fiktiven und geschichtlichen Quellen mit Hilfe von Märchen, Sagen und Dramen in der Gestaltungsform der „Dramatischen Realität“. Persönliche Lebenserfahrungen sowie die persönlichkeitsimmanenten und die situativen, deliktrelevanten Faktoren werden auf die Bühne gebracht und stehen so einer direkten und unmittelbaren Bearbeitung zur Verfügung. 

Im Mittelpunkt der therapeutischen Zielsetzung steht die Aufarbeitung des Tatkontextes, d.h. die Klärung biografischer, persönlichkeits-/entwicklungsbedingter und externer Faktoren, die im Zusammenhang mit der Straftat/den Straftaten stehen.

In die therapeutische Arbeit fließen die Diagnosen nach ICD-10 und DSM-5 ein.

Die besondere Methodik der Dramatherapie

Um dieses Ziel zu erreichen, wird basierend auf nonverbalen körper- und bewegungstherapeutische Ansätzen und mit verbalen, dramatherapeutischen Methoden eine nachhaltige Veränderung in folgenden Bereichen angestrebt: 

  • Förderung der Selbstwahrnehmung durch Körper- und Bewegungserfahrungen, 
  • Wahrnehmen, Erkennen und Ausdifferenzieren von Emotionen bei sich selbst und bei anderen, 
  • wiederholenden Erfahrungen von Selbstregulation
  • Kontaktförderung und Vertrauensbildung,
  • Förderung der Fähigkeit zur Selbstreflexion, um zu einem realistischen Selbstkonzept zu gelangen
  • Kennenlernen und Verkörpern tatrelevanter Rollen, Reorganisation der tatrelevanten Selbstanteile, Erweiterung des Rollen- und Handlungsrepertoires,
  • Hinführung zur Opferempathie durch Übernahme von Täter- und Opferrollen,
  • nachhaltiges Erproben und Einüben rückfallpräventiver innerer Haltungen und Strategien

                                                                                                                                  

Jedes Modul und dessen Thema folgt fünf Phasen (nach Réne Emunah): 

  • Dramatisches Spiel (Improvisationen, spielerische Übungen, körperlich aktivierende und sozial interaktive Techniken).
  • Szenenarbeit (Rollen und Charaktere werden entwickelt, der Selbstausdruck geübt, neue Verhaltensmöglichkeiten ausprobiert, die Mentalisierungsfähigkeit durch Reflexionen gefördert). 
  • Rollenspiel (Die eigene Geschichte wird zunächst im Imaginären erforscht. Zusammenhänge vom Imaginären zum Realen werden hergestellt. Erprobungs- und Erfahrungsräume werden geschaffen). 
  • Autobiographische Inszenierung (Reale Geschehnisse werden wiederbelebt, ins Erleben im „Hier und Jetzt“ geführt und transformiert. So können neue Erfahrungen, Sichtweisen und Entwicklungsprozesse angestoßen werden.) 
  • Dramatisches Ritual (Im wiederholenden Erleben und Erproben, vollzieht sich die Integrationen von neuen Erfahrungen; es finden dauerhafte Veränderungen in den bisherigen Erlebens- und Verhaltensmustern und der Persönlichkeitsstruktur statt). 

Stimmen von ehemaligen Teilnehmern

  • „Für mich war dies der richtige Ansatz. … Über meinen Körper fand ich Zugang zu meinen Gefühlen, durchlebte meine Biografie, schwere Konflikte und persönliche Beziehungen. Oftmals benötigte ich hier die Hilfe der gesamten Gruppe, um Übungen, Standbilder und Spielszenen erlebbar zu machen und mich in die Gedanken und Gefühle von damals zu versetzten. Ich erkannte Zusammenhänge zu meinen heutigen Verhaltensweisen, welche häufig zu Straftaten geführt haben. … Die Stärke dieses Behandlungsprogramms war es, dass jeder seinen eigenen Zugang zu diesen schweren Themen bekam, angepasst an die Umstände, das jeweilige Delikt und die eigenen Bedürfnisse und Fähigkeiten.“
  • „Durch das Erzählen und anschließende Darstellen fiel es mir leichter, über mein Leben zu berichten. Und gleichzeitig verstand ich meine Fehler aus der Vergangenheit schneller und besser. Ich konnte Situationen nachstellen, die ich nur mit Worten nicht erklären hätte können.“
  • „Die emotionale Konfrontation, die bei [dieser Therapieform] immer wieder stattfindet, habe ich in keiner anderen Gruppe gefühlt. Zum ersten Mal in meinem Leben fühlte ich derartig intensiv die Angst, den Schmerz, die Panik. Da wurde mir zum ersten Mal so richtig bewusst, was ich meinen Opfern angetan habe. Nach der Einzelpsychotherapie hat mir dieses Behandlungsprogramm am meisten gebracht.“
  • „Weil man seine Tat und sein Leben mit allen Emotionen spürt. Weil selbst die Stärksten schwach werden.“ 

Ich freue mich über Ihr Interesse an der I/D/D und beantworten gerne persönlich Ihre Fragen.

Setzen Sie sich zu einem klärenden Sondierungsgespräch mit mir in Verbindung, um Bedarf, Mittel, Erwartungen, Termine, Ort, Auftraggeber, Kosten, Dauer, Kontrakt, Kompetenzprofil und rechtliche Bestimmungen zu besprechen

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